Comic life

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Für viele Menschen mögen Comics noch immer Heftchen für Kinder sein, doch inzwischen sind Comics (vom englischen „Comic Strip“ – „komischer Streifen“) eine eigene Kunstform.

Die Idee, in Bildern mit möglichst wenig Text, Geschichten zu erzählen ist nicht neu. In antiken Ausgrabungsstätten unterschiedlichster Kulturen konnte man Bildergeschichten finden. Die japanische Form des Comics, der „Manga“, heute sehr populär ist, wurde schon 1815 entwickelt.

Die bekanntesten und erfolgreichsten Comic Helden stammen allerdings aus den USA, dort gibt es zwei große Comicverlage. DC (gegründet 1934) und Marvel Comics (gegründet 1939).

Beide Verlage wurden während des zweiten Weltkrieges zur Propaganda verwendet. Captain America, ein Superheld der Marvel Comics, erschien erstmals 1941, als amerikanischer Supersoldat im Kampf gegen die Nationalsozialisten. Seine Geschichte wurde 2010 in einem Comic Film von Marvel Comics hauseigener Produktionsfirma nochmals erzählt.

Neben diesen großen Verlagen gibt es verschiedene Spartenverlage wie Dark Horse in denen Comicgeschichten für Erwachsene verlegt werden. Populär wurde zum Beispiel Sin City, gemalt und getextet von Frank Miller, durch den Comic Film von 2005, unter der Regie von Robert Rodriguez. Auch Alan Moore, der vor allem durch seinen politischen und gesellschaftskritischen Comic „Watchmen“ bekannt wurde, gehört in das Genre der Erwachsenencomics. Auch hierzu gibt es einen Comic Film aus dem Jahre 2009.

Jährlich treffen sich Comic Fans aus aller Welt bei der „San Diego Comic-Con International“ oder kurz einfach „Comic Con“ genannt. Diese Messe war ursprünglich als reine Verkaufsveranstaltung gedacht, inzwischen geht es aber auch um den Austausch. Es werden nicht nur neue Comics vorgestellt, sondern auch Fans aus den Bereichen Sience-Fiction und Fantasy treffen sich hier.

Der Stil der Comic Bilder ist sehr unterschiedlich, ein echter, einziger „Comic Stil“ lässt sich kaum festmachen. Nicht nur der Wandel der Zeit hat Einfluss auf die Zeichner, sondern auch die Zielgruppe. Eine einzelne Figur, wie „The incredible Hulk“ von Marvel Comics, sieht heute sehr anders aus als vor zwanzig Jahren. Das hat den Vorteil, dass unterschiedliche Zeichenstile auch unterschiedliche Menschen ansprechen. Zu nahezu jedem Stil gibt es inzwischen Möglichkeiten sich einen passenden Comic Avatar gestalten zu lassen. Auch auf der Comic Con wird häufig angeboten Portraits als Comic Bilder zu zeichnen, bzw. einen Comic Avatar zu entwerfen.

Comics sind eine interessante und vielfältige Kunstform. Ihre Fangemeinde wird immer größer, auch durch die zahlreichen Comic Filme der letzten Jahre. Marvel Comics hat inzwischen eine eigene Produktionsfirma und bereitet ein Treffen all ihrer größten Helden in einem einzigen Avengers-Film vor. Vielleicht werden Comics so langsam wirklich gesellschaftsfähig und als echte Kunst anerkannt.

Bild: Stefan Bayer / pixelio.de

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